Compliance

Compliance (engl. Befolgung, Gehorsam, Ergebenheit) bezeichnet in der Medizin das Maß des kooperativen Verhaltens eines Patienten im Zusammenhang mit der Behandlung seiner Erkrankung.

In der betriebswirtschaftlichen Fachsprache wird der Begriff verwendet, um die Einhaltung von Gesetzen oder Richtlinien zu bezeichnen, in der Physiologie ist Compliance das Maß für die Dehnbarkeit von Körperstrukturen. Unter der Soziopsychologischen Compliance versteht man hingegen die Änderung des Verhaltens nach außen hin, nachdem man mit der Meinung anderer konfrontiert wurde.

Dieses Referat beschäftigt sich mit der Compliance in der Medizin unter dem Gesichtspunkt der Gesundheitspsychologie.

Compliance bedeutet

Porphyrien

Bei Porphyrien handelt es sich um verschiedene Erkrankungen, die alle ihre Ursache in einem Fehler in der Häm-Synthese haben.

Für Gewöhnlich wird Häm – vor allen Dingen in Leber und Knochen, aber auch im Rest des Körpers – in acht enzymatischen Schritten synthetisiert. Dabei entsteht die folgende Reihenfolge:

Succinyl-CoA + Glycin

$ + δALA-Synthease-2

α-Amino-β-Ketoadipat

$

δ-Amino-lävulinat

$+ δ-ALA-Dehydratase

Porphobilinogen (PBG)

$+ PBG-Desaminase

Hydroxymethylbilan

$+ Uroporphyrinogen-III-Cosynthase

Uroporphyriogen III

$+ Uroporphyrinogen-Descarboxylase

Koproporphyrinogen III

$+ Koproporphyrinogen-III-Oxidase

Protoporphyrinogen

$+ Protoporphyrinogen-Oxidase

Protoporphyrin

$+ Ferrochelatase+ Fe (Eisen)

Ambivalenzen der Medizin am Anfang und am Ende des Lebens – Euthanasie

Wahlfach „Biomedizinische Ethik“, Referat von Christian Gersch

Der Begriff leitet sich vom alt-griechischen Wort ευθανασία, das soviel wie der gute Tod, gute Tötung oder auch der schöne Tod bedeutet.

Geschichte

Antike
Im antiken Griechenland unterschied man den natürlichen Tod (thanatos) und den vorzeitigen Tod (ker).
Euthanasie bezieht sich auf thanatos; ein leichter („schmerzfreier“) Tod gilt als guter Tod (Krantios).
Für Sokrates bedeutet die Euthanasie die richtige Vorbereitung auf den Tod.
Aufgrund des Eid des Hippokrates gab es de facto ein Verbot zur Tötungshandlung durch den Arzt. Selbsttötung hingegen wurde als adäquates Mittel, aus dem Leben zu scheiden, akzeptiert.

Molekulare Genetik: DNA-Reparatur

Tritt eine Mutation, also eine Veränderung der Abfolge der Basen auf der DNA, ein, so gefährdet dies die einwandfreie Funktion einer Zelle, da unter Umständen bestimmte Proteine falsch oder gar nicht synthetisiert werden könnten. Besonders in Hinblick auf die Zellteilung ist eine solche Veränderung fatal, da die Veränderung an die nachfolgenden Generationen weitergegeben wird.

Jeden Tag treten aber tausende Mutationen im menschlichen Körper auf; daher hat dieser Funktionen entwickelt, die in der Lage sind, eine beschädigte DNA wieder in ihren Ausgangszustand zu versetzen.

DNA-Schäden und ihre Reparatur

Die DNA des Menschen kann auf vielfältige Arten Schaden nehmen, für die jeweils individuelle Reparatur-Mechanismen bestehen.

Gentherapie

Gendefekte können schwere Krankheiten auslösen, für die es derzeit keine wirksamen Medikamente gibt. Ein solcher Fehler wäre jedoch einfach zu beheben, indem man dem Körper das oft fehlende Protein zugänglich macht. Leider lassen sich bestimmte Enzyme schlecht in Medikamente packen bzw. verträgt nicht jeder diese. An diesem Punkt setzt die Gentherapie an.

Es gibt zwei Arten der Gentherapie: Die somatische Gentherapie behebt den Gendefekt ausschließlich in Körperzellen. Somit wird der Fehler zwar beim Patienten behoben, doch dessen Nachkommen werden ihn wieder tragen. Bei der Keimbahntherapie werden die Ei-/ Samenzellen und die Keimzellen behandelt, so dass der Nachwuchs andere Eigenschaften erhält. Dieses Verfahren ist jedoch in Deutschland wegen des Embryonenschutzgesetzes verboten.

BSE

Was ist eigentlich „BSE“?
* Die Abkürzung BSE steht für bovine spongiforme Enzephalopathie (= schwammartige Hirnerkrankung bei Rindern)
* Sie äußert sich anfangs durch Verhaltensstörungen
* Agressivität
* Einknicken
* Torkeln
* Nervenzellen im Gehirn sterben ab („Lochbildung“)
* Es kommt zu Störtungen der Hirntätigkeit
* BSE führt beim Rind nach ca. 6 Monaten zum Tod
* BSE stammt ursprünglich von Schafen und wurde über in Futter verarbeitetem Tiermehl übertragen