Medizinische Bilder besser finden

Wenn Sie bessere Suchergebnisse für medizinische Bilder suchen, als sie beispielsweise die Google Bildersuche diese bereitstellt, empfiehlt es sich, einen Blick auf einen Online-Service namens DocCheck Pictures zu werfen.

Beispielsuche nach „Peripherer Venenkatheter, 17 Gauge

Die „klassische“ Suchmaschine Google findet zwar viele Bilder von peripheren venösen Venenzugängen, aber es tauchen auch „grüne“ und „rosa“ Zugänge auf, nicht nur „weiße“ (= 17G).

Suchergebnisse von Google nach "Peripherer Venenkatheter, 17 Gauge"

Unternimmt man die gleiche Suche bei DocCheck Pictures, findet sich zwar derzeit lediglich ein einziges Ergebnis – aber es ist korrekt und zeigt tatsächlich den gesuchten Katheter. Dabei handelt es sich übrigens um ein Foto, das ich selbst veröffentlicht habe, allerdings auch auf Flickr – damit wäre es Google prinzipiell auch zugänglich.

Seltene Krankheitsbilder als Videos

Viele Infektionskrankheiten, die aufgrund der eingeführten Impfungen im klinischen Alltag seltener auftauchen, aber trotzdem wichtig zu kennen sind, kann man sich im Internet auf z.B. Youtube anschauen.

So erhält man einen viel besseren Eindruck von den Krankheiten und hat den gleichen „Vorteil“, als wenn man vor 50 Jahren über eine Innere-Station gelaufen wäre.

Als Beispiel möchte ich hier Pertussis anführen, aber es finden sich bei entsprechender Suche für fast alle Erkrankungen Videos.

Medizinische Forschung in den USA im Kontext der Atomrüstung und -industrie (Handout)

Geschichte, Ethik, Theorie der Medizin, WS 2009/10, Seminar Humanexperimente im 20. Jahrhundert, Referat von Christian Gersch

Medizinische Forschung in den USA im Kontext der Atomrüstung und -industrie

Durch Test von Nuklearwaffen der USA wurden in der Bevölkerung 10.000 – 75.000 zusätzliche Fälle von Schilddrüsenkrebs verursacht, obwohl die Regierung versicherte, dass diese Tests risikolos seien.[1] 1986 wurde durch den Kongressabgeordneten Ed Markey ein Bericht veröffentlicht, der 31 Experimente mit rund 700 menschlichen Versuchspersonen aufzählte (insgesamt kann man mit 4.000 nuklearen Menschenexperimenten während des Kalten Kriegs rechnen[2]). Es fanden damals aber von Seiten der Regierung keine weiteren Untersuchungen oder Entschädigungszahlungen statt. Schließlich wurde 1994 von Prädisent Clinton eine Komission namens Advisory Committee on Human Radiation Experiments (ACHRE) eingesetzt, die 1995 einen umfassenden Abschlussreport vorlegte.[3]

Phramakoökonomie: Gesundheitsreform 2006 / 2007

Übersicht über die Inhalte der Gesundheitsreform der Jahre 2006 und 2007

  • Die Basis für die Gesundheitsreform bildete der Koalitionsvertrag von 2006
  • Ziel dieser Gesundheitsreform ist einer Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, um steigenden Kosten und dem demographischem Wandel Rechnung zu tragen
  • Der „Gesundheitsfond“ wird mit dieser Reform installiert
  • Es werden neue Steuerzuschüsse an den neu geschaffenen Gesundheitsfond eingeführt
  • Pflichtversicherung für alle Bürger
  • Leistungspauschalen statt Budgets

Phramakoökonomie

  • Krankenkassen können mit Arzneimittelherstellern Rabattverträge schließen
  • Apotheken müssen € 2,30 statt € 2,- Rabatt pro verschreibungspflichtigem Medikament an gesetzliche Kassen geben

Phramakoökonomie: FDA

FDA

Kurzübersicht zur FDA

  • Das Kürzel „FDA“ steht für „Food and Drug Administration“, es handelt sich also um die Verwaltungsbehörde für Nahrungsmittel und Medikamente.
  • Sie ist eine US-amerikanische Bundesbehörde, die 1906 gegründet wurde.
  • Die Behörde lässt Arzneimittel zu, überwacht die Sicherheit von in Umlauf befindlichen Lebensmitteln, Tabakstoffen, Arzeimitteln, Medizinprodukten, Impfstoffen, Blutprodukten, Röntgengeräten sowie Kosmetika.

Obwohl die Entscheidungen der Food and Drug Administration ausschließlich für den US-amerikanischen Markt gelten orientieren sich doch weltweit viele vergleichbare Behörden an den FDA-Entscheidungen. Die Erteilung einer Zulassung bzw. deren Rückzug hat in der Regel indirekt auch internationale Wirkung; darüber hinaus ist der US-Pharma-Markt einer der größten der Welt.

Organkrankheiten mit psychosozialer Komponente

Christian Gersch, 01.07.09

Bereitstellungserkrankungen (Thure von Uexküll, 1908 – 2004), sind organische Erkrankungen, an deren Genese vegetative Bereitstellungsreaktionen, wie Fluch oder Agression (u.a. Katecholaminwirkung) beteiligt sind. Diese basieren in der Regel auf einer ständig bestehenden, auch unterschwelligen Angst. Diese Erkrankungen wurden auch als Psychosomatosen bezeichnet (Franz Alexander, 1891–1964). Alexander prägte auch 1950 den Begriff der „Holy Seven“, der sieben klassische psychosomatische Erkrankungen zusammenfasst.

Ulcus pepticum

Colitis ulcerosa

Asthma bronchiale

Essentielle Hypertonie

Neurodermitis

Hyperthyreose

Rheumatoide Arthritis

Pharmakologie: Parasympathomimetika und Parasympatholytika

Physiologische Grundlagen

Der Parasympathikus steuert im Organismus Funktionen, die in Zusammenhang mit körperliche Ruhe stehen. Dazu gehören insbesondere Abnahme von HF und Atemfrequenz, Tonus der Gefäßmuskulatur, Harnblasensphinkter, Sekretion von Speichel und Verdauungssäften, Steigerung der Darmperistaltik sowie Miosis. Der Neurotransmitter des Parasympathikus ist Acetylcholin (ACh). Da diese Substanz binnen von Millisekunden durch die (Pseudo-) Acetylcholinesterase (ChE) abgebaut wird, ist es nicht möglich, den Transmitter als Medikament zur verabreichen. Medikamente, die auf den Parasympathikus wirken, zielen vielmehr auf die ChE ab oder wirken an den ACh-Rezeptoren.

Informationen zur Pharmakagruppe

Das angeborene Immunsystem

Das angeborene oder auch unspezifische Immunsystem ist nicht lernfähig, das heißt, es reagiert auf ein mehrfach dargebotenes Pathogen immer gleich. Im Vergleich zum spezifischen Immunsystem hat es einen sehr viel schnelleren Wirkungseintritt.

Man unterscheidet zwei Komponenten: Das zelluläre unspezifische Immunsystem setzt sich aus den Phagozyten, den Granulozyten und den Natürlichen Killerzellen (NK) zusammen. Das humorale unspezifische Immunsystem besteht aus dem Komplementsystem, den Zytokinen und dem Lysozym.

Weiterhin werden natürlich Barrieren (Epitheloberflächen) zum unspezifischen Immunsystem gezählt. Sie sind schwer für Xenobiotika zu durchdringen und auf der Hautoberfläche herrscht kein günstiger pH-Wert zum längeren Überleben.