Gentherapie

Gendefekte können schwere Krankheiten auslösen, für die es derzeit keine wirksamen Medikamente gibt. Ein solcher Fehler wäre jedoch einfach zu beheben, indem man dem Körper das oft fehlende Protein zugänglich macht. Leider lassen sich bestimmte Enzyme schlecht in Medikamente packen bzw. verträgt nicht jeder diese. An diesem Punkt setzt die Gentherapie an.

Es gibt zwei Arten der Gentherapie: Die somatische Gentherapie behebt den Gendefekt ausschließlich in Körperzellen. Somit wird der Fehler zwar beim Patienten behoben, doch dessen Nachkommen werden ihn wieder tragen. Bei der Keimbahntherapie werden die Ei-/ Samenzellen und die Keimzellen behandelt, so dass der Nachwuchs andere Eigenschaften erhält. Dieses Verfahren ist jedoch in Deutschland wegen des Embryonenschutzgesetzes verboten.